Pflege im Haus Phöbe in Warburg-Rimbeck
Pflege ist Vertrauenssache. Deshalb erklären wir unser Pflegeangebot transparent und verständlich – damit Angehörige schnell Orientierung erhalten: Welche Leistungen sind möglich? Wie gestaltet sich der Einzug? Wer ist wofür zuständig?
Unser Pflegeverständnis
Unsere Pflege orientiert sich konsequent an den individuellen Bedürfnissen der Bewohner*innen. Ziel ist es, das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden gleichermaßen zu erhalten und zu fördern. Wir möchten, dass sich Menschen in ihrem neuen Lebensumfeld angenommen und zuhause fühlen. Persönliche Bedürfnisse, Gewohnheiten und Beziehungen werden respektiert und unterstützt. Eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Krankenhäusern, Angehörigen und Betreuern sowie ehrenamtlich Engagierten ist für uns selbstverständlich.
Ressourcen stärken
Teilhabe ermöglichen
Ganzheitlich begleiten
Verlässliche Ansprech- partner*innen
Achtsamkeit im Alltag
Qualität sichern
Advance Care Planning (ACP)
Vorsorge, die entlastet
Mit der gesundheitlichen Vorsorgeplanung, der ACP, werden Wünsche für mögliche zukünftige gesundheitliche Situationen erfasst. Diese Wünsche werden klar dokumentiert und verlässlich festgehalten. So entsteht Sicherheit für die Bewohner*in, für Angehörige und für das Team, das im Ernstfall handeln muss. ACP ist ein freiwilliges Angebot.
Was ACP beinhaltet
Um den Wünschen und Vorstellungen der Bewohner*innen und ihren Angehörigen zum Lebensende zu jedem Zeitpunkt entsprechen zu können, und das Altern und Sterben in Sicherheit und Würde zu ermöglichen, bieten wir die Vorausplanung der gesundheitlichen Versorgung, auch „Advance Care Planning“ (ACP) genannt, an. ACP ist ein strukturierter, begleiteter Prozess. Persönliche Werte, Wünsche und Grenzen im Hinblick auf medizinische und pflegerische Maßnahmen werden gemeinsam besprochen. Ziel ist es, Entscheidungen vorausschauend zu treffen – nicht erst in einer akuten Krise. Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht oder Notfallbogen können in Gesprächen mit Bewohner*innen entwickelt und erstellt werden. Auf diese Weise bleibt der eigene Wille handlungsleitend, auch wenn eine Bewohner*in vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr selbst entscheiden kann.
Individuelle Pflege & Bezugspflege
Unsere Pflege vermittelt Geborgenheit, Sicherheit und Stabilität – bei gleichzeitigem Erhalt größtmöglicher Selbständigkeit. Grundlage unserer Arbeit ist das Pflegemodell nach Monika Krohwinkel in Verbindung mit einem festen Bezugspflegesystem. Kontinuität ist uns besonders wichtig. Häufige Wechsel von Pflegepersonen versuchen wir zu vermeiden, um Vertrauen und Sicherheit zu stärken. Pflege beginnt für uns bereits vor dem Einzug: Durch frühzeitige Kontaktaufnahme und die Einbindung von Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie behandelnden Ärztinnen und Ärzten schaffen wir eine individuelle Pflegeprozessplanung. Persönliche Vorlieben, Interessen und Gewohnheiten werden dabei berücksichtigt. Wir fördern aktive Teilhabe am Leben im Haus und unterstützen eine individuelle Gestaltung des Wohnumfelds – bis ans Lebensende.
Kurzzeitpflege
Zeitweise Entlastung mit verlässlicher Begleitung
Zeitlich begrenzte Pflege, wenn die Versorgung zu Hause vorübergehend nicht möglich ist – beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer Rehabilitation (je nach Kapazität).
Vollstationäre Pflege
Ein Zuhause mit Sicherheit, Nähe und fachlicher Kompetenz
Verlässliche Versorgung rund um die Uhr in einem strukturierten und sicheren Alltag.
Verhinderungs-pflege
Entlastung, wenn Pflege vorübergehend nicht möglich ist
Wir bieten Entlastung, wenn pflegende Angehörige vorübergehend ausfallen – im Rahmen unserer verfügbaren Kapazitäten.
Hausgemeinschaften & Alltag
Pflege findet bei uns mitten im Alltag statt: in Hausgemeinschaften mit vertrauten Abläufen, gemeinsamen Mahlzeiten, Angeboten und Rückzugsmöglichkeiten entsteht ein Umfeld das Orientierung gibt und ein möglichst selbstbestimmtes, alltagsnahes Leben unterstützt.
Demenz & besondere Bedarfe
Menschen mit demenziellen Erkrankungen begleiten wir fachkundig und einfühlsam. Sicherheit, Orientierung und strukturierte Tagesabläufe stehen dabei im Vordergrund. Pflege nach aktuellen fachlichen Standards sowie Palliative Care sowie die Pflege von Menschen mit Demenz sind fester Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Mitarbeitende mit entsprechender Zusatzqualifikation im Bereich Gerontopsychiatrie und in der Begleitung Schwerstkranker oder sterbender Menschen – sichern eine qualifizierte Betreuung.
Aufnahme & Einzug
Sie interessieren sich für einen Betreuungsplatz? Bitte teilen Sie uns bitte mit, ob es um Sie selbst oder eine angehörige bzw. betreute Person geht, ob Kurzzeitpflege oder vollstationäre Pflege gewünscht ist und ab welchem Zeitraum Bedarf besteht. Wir melden uns dann zeitnah bei Ihnen. In einem persönlichen Gespräch klären wir Bedarf, erforderliche Unterlagen sowie die nächsten Schritte bis zum Einzug.
Finanzierung & Vorsorge
Gerne beraten wir zu Finanzierung, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Fragen zum Pflegegrad – und unterstützen Sie bei der Planung der nächsten Schritte.
Häufig gestellte Fragen
Welche Pflegeformen bieten Sie an?
Wir bieten vollstationäre Pflege an. Zusätzlich beraten wir zu Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege, sofern Kapazitäten verfügbar sind. Gern erklären wir, was in Ihrer Situation sinnvoll ist.
Wie läuft eine Aufnahme in die Pflege-Einrichtung ab?
Melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail. Wir klären die aktuelle Situation, besprechen den Bedarf und sagen Ihnen, welche Unterlagen benötigt werden. Anschließend stimmen wir die nächsten Schritte bis zum Einzug gemeinsam ab.
Wie schnell kann ein Einzug möglich sein?
Das hängt von der aktuellen Verfügbarkeit ab. Wenn kurzfristig ein Zimmer frei ist, dauert es im besten Fall nur ein Tag, bis ein Einzug möglich ist, da Unterlagen und Absprachen vorbereitet werden müssen. Melden Sie sich gern, dann klären wir die Situation und das weitere Vorgehen gemeinsam.
Was ist, wenn meine Angehörige oder mein Angehöriger Hilfestellungen bei der Körperpflege zunächst ablehnt?
Unsere Mitarbeitenden sind dafür geschult, sensibel auf die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Bewohnerinnen und Bewohner einzugehen. Oft hilft eine behutsame, kleinschrittige Begleitung, um möglichst viel Selbstständigkeit zu erhalten. Gemeinsam schauen wir, welche Form der Unterstützung passend und akzeptabel ist.
Ist auch nachts Personal im Haus?
Ja. Auch in der Nacht ist qualifiziertes Personal im Haus, um die Versorgung und Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen.
Begleiten Sie auch bei demenziellen Erkrankungen?
Ja. Wir begleiten Bewohner*innen mit Demenz professionell und biografisch orientiert. Vertraute Strukturen und wiederkehrende Abläufe in den Hausgemeinschaften geben Orientierung und Sicherheit.
Begleiten Sie schwerkranke und sterbende Bewohner*innen?
Ja. Wir begleiten auch in schweren Krankheitsphasen und bieten eine verlässliche Versorgung bis zum Lebensende, orientiert an den Grundsätzen der Palliative Care.
Was bedeutet aktivierende und ressourcenorientierte Pflege?
Wir fördern das, was eine Bewohner*in selbstständig kann, und unterstützen dort, wo Hilfe nötig ist. Ziel ist, Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten und den Alltag so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.
Wie beantrage ich Kurzzeit- oder Verhinderungspflege?
Viele Pflegekassen stellen die entsprechenden Anträge auf ihren Internetseiten zur Verfügung. Alternativ können die Unterlagen auch telefonisch oder schriftlich angefordert werden. In der Regel werden Angaben zur versicherten Person, zum Grund des Aufenthalts, zum gewünschten Zeitraum und zur Pflege-Einrichtung benötigt. Der Antrag muss anschließend unterschrieben und bei der zuständigen Pflegekasse eingereicht werden.
Welche Unterlagen werden für den Einzug benötigt?
Für den Einzug benötigen wir in der Regel folgende Unterlagen: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Personalausweis oder Befreiungsnachweis von der Personalausweispflicht, Krankenversichertenkarte, Befreiungskarte, Schwerbehindertenausweis, Schreiben der Pflegekasse über den Pflegegrad, Kostenzusage für die Kurzzeit- oder Verhinderungspflege, Kostenübernahme vom Sozialamt, Rentenbescheide, Beihilfebescheide sowie einen aktuellen Medikamentenplan.
Wie läuft die Medikamentenversorgung im Haus ab?
Zum Einzug benötigen wir einen aktuellen Medikamentenplan. Für die ersten Tage bringen Sie bitte die benötigten Medikamente von zu Hause mit. Tropfen dürfen nur in original verschlossenen Packungen mitgebracht werden. Bereits geöffnete Packungen können wir nicht verwenden. Tabletten müssen sich im Originalblister befinden, bereits gestellte Medikamente dürfen wir ebenfalls nicht übernehmen. Die weitere Versorgung wird anschließend durch unsere Pflegefachkräfte in Abstimmung mit den Hausarztpraxen und den zuständigen Apotheken organisiert.
Was ist, wenn eine Bewohner*in Pflege ablehnt?
Das kommt vor, besonders in neuen Situationen. Unser Team ist darauf geschult, Bedürfnisse und Grenzen zu respektieren. Häufig hilft ein kleinschrittiges Anleiten, damit möglichst viel selbstständig gelingt. Außerdem schauen wir gemeinsam nach bedürfnisorientierten Hilfestellungen, die zur Bewohner*in passen.
Wie werden Angehörige einbezogen?
Angehörige sind wichtige Bezugspersonen. Wir informieren transparent, stimmen relevante Schritte ab und beziehen Hinweise zur Biografie und zu Gewohnheiten in die Begleitung ein.
Kann das Zimmer nach der Kurzzeitpflege weiterhin genutzt werden?
Ja, grundsätzlich ist das möglich. Die Zimmer werden nicht sofort nachbelegt. Wenn der Platz weiterhin benötigt wird, sprechen Sie uns bitte frühzeitig an. Dann prüfen wir gemeinsam, wie es weitergehen kann.
Wird in der Kurzzeitpflege ein Fernseher und/oder Telefon vom Haus gestellt?
Ja. In der Kurzzeitpflege stellen wir ein Fernsehgerät zur Verfügung. Auf Wunsch kann auch ein Telefon bereitgestellt werden.
Wird in der stationären Pflege ein Fernseher und/oder Telefon vom Haus gestellt?
In der stationären Pflege organisieren Bewohnerinnen und Bewohner Fernseher und Telefon selbst.